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Die Gegend um den Weiler Geisshof war bereits während der Jungsteinzeit besiedelt. Im Bärhau, einem rund anderthalb Kilometer östlich des Dorfes gelegenen Waldstück, befindet sich der grösste Friedhof der frühen Eisenzeit, der bis jetzt in der Schweiz entdeckt wurde. Die aus der Hallstatt-Periode (ca. 7. Jahrhundert v. Chr.) stammende Nekropole umfasst 63 Grabhügel. Diese wurden erst Ende des 19. Jahrhunderts genauer erforscht, dabei fand man diverse Grabbeigaben. Der grösste Hügel, auf dem drei Menhire stehen, ist etwa vier Meter hoch und besitzt einen Durchmesser von 30 Metern.[3] Im Gebiet Lunkhoferacker fand ein Bauer im Jahr 1890 zwei bestens erhaltene römische Mosaikfussböden. Mit finanzieller Unterstützung der Kantonsregierung wurden sie untersucht und gehoben. Die übrigen Teile des Gutshofes bis heute nicht untersucht worden, mit Ausnahme einzelner Sondierbohrungen. Die Mosaiken stellen Meerestiere und quadratische Muster dar, sie sind heute im Historischen Museum im Landvogteischloss Baden ausgestellt.[4] Die erste urkundliche Erwähnung von Lunchunft erfolgte um das Jahr 694, was im Vergleich zu anderen Dörfern ein ausserordentlich früher Zeitpunkt ist. Damals schenkte ein Priester seinen Hof dem neu gegründeten Kloster St. Leodegar in Luzern. Um das Jahr 758 schenkte Pippin der Jüngere den Kelnhof (der Oberlunkhofen, Unterlunkhofen, Jonen und Arni-Islisberg umfasste) dem Kloster Murbach im Elsass. Der Ortsname stammt vom gallo-römischen Lundacumbeta, was «Hochtälchen an der Lunda» bedeutet (Lunda ist die in der Antike verwendete Namensform für die Reuss). Durch Lautverschiebung entstand daraus das althochdeutsche Lundgumwt und das mittelhochdeutsche Lunchhof («bei den Höfen an der Lunda»).[5] 1291 kaufte Rudolf I. den Kelnhof, auch die Stadt Luzern und 15 weitere Dörfer gelangten für 2000 Mark Silber in den Besitz der Habsburger. Diese Transaktion war eine der Ursachen, dass die drei Urkantone die Eidgenossenschaft gründeten. Nachdem der Kelnhof verwaltungstechnisch zuerst zum Freiamt Affoltern gehörte, bildete er zwanzig Jahre später ein eigenes Amt, das so genannten Kelleramt. 1415 eroberte die Stadt Zürich das Kelleramt und übernahm von den Habsburgern die hohe Gerichtsbarkeit. Die niedere Gerichtsbarkeit war bereits seit 1410 im Besitz der Stadt Bremgarten, die 1482 ihren Einflussbereich auch auf den Huserhof ausdehnte. 1529 wurde die Bevölkerung von Oberlunkhofen reformiert, musste aber 1531 nach der Zweiten Kappelerkrieg wieder zum Katholizismus übertreten. 1797, ein Jahr vor dem Zusammenbruch der alten Herrschaftsverhältnisse, verkaufte Bremgarten seine Rechte an die Dorfgemeinschaften. Nach der Eroberung der Schweiz durch die Franzosen und der Ausrufung der Helvetischen Republik im März 1798 wurde das Kelleramt aufgelöst und es entstanden die vier Gemeinden Ober- und Unterlunkhofen, Jonen und Arni-Islisberg. Diese gehörten zunächst zum kurzlebigen Kanton Baden und gelangten 1803 zum Kanton Aargau; die Bewohner hatten zunächst allerdings einen Anschluss an Zug oder Zürich favorisiert. Seit 1823 gehören auch die ehemaligen Steckhöfe Huserhof und Geisshof zur Gemeinde Unterlunkhofen. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein blieb Unterlunkhofen ein bescheidenes Bauerndorf. Bis 1980 stagnierte die Einwohnerzahl bei knapp unter 400. Dann setzte jedoch aufgrund der Nähe zur Stadt Zürich eine rege Bautätigkeit ein und die Einwohnerzahl stieg innerhalb von 25 Jahren um mehr als das Dreifache.
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Robert Buess Umzug Zürich Meilen
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